Die AktionMitmachenWichteleckeWichtelladen
Startseite | englisch deutsch kontakt | impressum

Was ist weltweit wichteln?

 

Die Aktion weltweit wichteln greift das im deutschsprachigen Kulturraum, aber auch bis nach Brasilien bekannte und ausgeübte Brauchtum des Wichtelns auf. In den Weltläden gibt es ab Oktober Wichtelhandpuppen und Wichtelsäckchen mit dem Aufdruck der geschützten Marke weltweit wichteln. So wird gewährleistet, dass für die Aktion nur die im gepa-Projekt in Südindien hergestellten Baumwollhandpuppen und -säckchen benutzt werden – ein selbstverständliches Zeichen der Solidarität, wie wir denken. Die Handpuppe inklusive Säckchen kostet 2,50 Euro.

Zusätzlich zu den Wichtelhandpuppen und Wichtelsäckchen gibt es in den Weltläden fair gehandelte Produkte, mit denen sich die in Deutschland lebenden Kinder gegenseitig bewichteln können. Zusammen mit den Wichteln für die Kinder in Übersee können die Kinder in Deutschland mit den fair gehandelten Wichtelgeschenken ein doppeltes Zeichen ihres entwicklungspolitischen Engagements setzen. In den Weltläden und Missionswerken gibt es Informationsmaterial dazu, unter welchen Umständen Kinder in Übersee leben. In dem Arbeitsheft von weltweit wichteln sind zwei Geschichten über Kinder, deren Eltern ein besseres Einkommen dank dem fairen Handel haben. Die Geschichten sind kindgerecht geschrieben. So erhalten die Kinder in Deutschland einen leichten Einstieg in das große Thema Entwicklungspolitik. Mit all den weiteren Anregungen und Ideen für die Wichtelbastelstunde können interkulturelles und globales Lernen spielerisch vermittelt werden. Und vor allen Dingen: Die Kinder erfahren, dass sie für eine gerechtere Welt selbst etwas tun können und dass dies auch noch Spaß macht.

Auf den Wichtelhandpuppen und Wichtelsäckchen sind bewusst keine Logos der Kirchen und kirchlichen Einrichtungen aufgedruckt, die Träger sind. So können jedes Jahr weitere Einrichtungen und Organisationen bei weltweit wichteln mitmachen, damit die Aktion zu einem immer größeren Netzwerk anwachsen kann. Die Aktion ist für alle kirchlichen Einrichtungen und für alle möglichen Belange des interkulturellen und globalen Lernens offen.

 

Der Brauch des Wichtelns - Unser Vorschlag zum Ablauf

 

Wichteln als Zeichen der Freude und in froher Erwartung auf Weihnachten.

Wir schlagen vor: Alle Beteiligten schreiben ihren Namen auf Zettelchen, die in ein nicht einsehbares Gefäß gegeben werden. Im Anschluss zieht jede Person, der künftige „Wichtel“, einen Zettel. Auf dem Zettel steht der Name der Person, die beschenkt wird. Wenn jemand seinen eigenen Namen zieht, legt er den Zettel zurück und zieht einen neuen. Danach überlegt sich der Wichtel für die zu bewichtelnde Person passende kleine Geschenke.

Die Kosten der Geschenke sollten in einem für die gesamte Wichtelgruppe zuvor vereinbarten Rahmen liegen, damit diese möglichst gleichwertig sind. Für weltweit wichteln liegt der Kostenrahmen bei maximal zehn Euro. Sinn und Zweck des Wichtelns ist, anderen Menschen eine Freude zu machen und nicht der Austausch von Konsumgütern. Die Wichtelgeschenke werden in den vier Adventswochen vor Weihnachten meist einmal pro Woche möglichst unbemerkt dem Beschenkten „zugesteckt“, zum Beispiel im Schulranzen oder unter der Schulbank. Wer anderen eine Freude machen will, muss sich mit dem Beschenkten gedanklich beschäftigen, muss überlegen, welche kleinen Geschenke Freude machen und möglichst genau „passen“ würden. Der Beschenkte grübelt, wer wohl die Geschenke gemacht hat. Erst beim letzten Geschenk gibt sich der Wichtel zu erkennen, wenn er in einem Briefchen den Namen nennt. Zumeist hat man aber bereits zuvor erraten, wer der Wichtel ist...

 

weltweit wichteln unterstützt

 

weltweit wichteln bezieht die Handpuppen aus einer indischen Kooperative. Auf Initiative der Kooperative wurde die lokale Krankenstation umgebaut und erweitert. Außerdem erhalten die Mitglieder finanzielle Unterstützungen, wie für die Altersvorsorge und medizinische Betreuung, Mitglieder über 60 Jahre erhalten eine zusätzliche Pension.

Die Kooperative wurde 1980 gegründet, um Weberinnen zu unterstützen, die keinen eigenen Webstuhl besitzen. In dem Produktionszentrum arbeiten zirka 100 Personen, weitere 500 Webstühle stehen bei den Produzentinnen und Produzenten zu Hause. Die Kooperative hat ihnen diese zur Verfügung gestellt. Die Näharbeiten werden ebenfalls von einer Genossenschaft übernommen, die rund 40 Frauen beschäftigt. Diese nähen verschiedene Heimtextilien. Die Frauen sind körperbehindert und haben sonst auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance eine Anstellung zu bekommen.

 




Info-Abo