| |||||||||
"Kinder helfen Kindern auf den Müllbergen von Manila"
Die Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte "Am Schwanenteich" haben in der Adventszeit zusammen mit den Erzieherinnen und engagierten Eltern Wichtelpuppen für Kinder einer Kindertagesstätte auf den Müllbergen von Manila gebastelt. Stolz und voller Freude zeigten die Kinder in der dritten Adventswoche beim Morgenkreis einige ihrer Puppen. Die anderen waren schon in "Wichtelsäckchen" verpackt. Am Tag darauf machten sich die Puppen in einem großen Paket auf die Reise zu den "Smokey Mountains" (Rauchende Berge). Was so geheimnisvoll klingt, sind riesige Müllhalden am Rand der Millionenstadt Manila auf den Philippinen. Es ist unvorstellbar, aber dort auf dem matschigen Untergrund, umgeben von stinkendem Schmutz und beißendem Rauch, leben und arbeiten Tausende von Menschen. Erwachsene und Kinder durchwühlen mit ihren Händen den gerade abgeladenen Müll auf der Suche nach verwertbaren Resten: Plastik, Verpackungen, Papier, Dosen, Flaschen, Metalle, Reifen. Kinder schuften gemeinsam mit ihren Eltern, damit der Erlös der gesammelten Materialien zumindest für eine Mahlzeit der Familie reicht.
Eine evangelische Kirchengemeinde Todo, der Vereinigten Kirche Christi in den Philippinen, hat für die etwa 10.000 Menschen auf den Müllhalden ein Hilfsprojekt gestartet, zu dem auch eine Kindertagesstätte gehört. 50 Kinder werden dort von drei ausgebildeten Frauen betreut und utnerrichtet.
Über die Vereinte Evangelische Mission (VEM) wurde der Kontakt zu dieser Kindertagesstätte vermittelt. Das "Wichtel-Paket" ist der Anfang. Im März 2010 wird eine ehemalige Freiwillige der VEM, Carolin Blöcher, die ein Jahr in dieser Kirchengemeinde und mit den Müllkindern gelebt und gearbeite hat, den Kindern in der Kita "Am Schwanenteich" vom Leben dort berichten und dazu ein Projekt gestalten, zu dem auch die Eltern eingeladen sind.
Damit das auch alles möglich wird und neben den Wichtelpuppen auch Geld für den Kindergarten auf der Müllhalde überwiesen werden kann, haben die Kinder am 11. und 12. Dezember vor einem Supermarkt in Eschwege Waffeln gebacken und verkauft. Die Mitarbeiter des Marktes haben die Aktion großzügig unterstützt und alle Zutaten gespendet.
Mit dieser Aktion macht interkulturelles Lernen und entwicklungspolitisches Engagement Spaß. Die Kinder in Eschwege sind jedenfalls schon jetzt sehr gespannt auf Rückmeldungen aus Manila.
von Sieglinde Repp-Jost
| |||||||||
| |||||||||
| |||||||||
Der Radiobeitrag von Katrin Kleinbrahm für die Agentur für Privatradio, Evangelisches Medienhaus GmbH, zu dieser Wichtelstunde kann hier angehört werden.
„Ecuador: das ist ein Land in Lateinamerika, die Farben der Flagge sind gold, blau und rot.“ „Und in der Mitte sitzt ein Kondor, der das Staatswappen hält.“ Die Kinder der ersten Klasse in der Schillerschule in Esslingen-Berkheim wissen schon so einiges über Ecuador. Neben der Tafel hängen auch mehrere Bilder von den Kindern der staatlichen Grundschule Francisco Flor in Ambato/Ecuador, von deren Klassenzimmern und der andinen Hochebenenlandschaft.
Seit einigen Unterrichtseinheiten geht es speziell um das Thema „Wasser“. Wie viel Wasser verbrauchen wir? Wo gibt es überall Wasser? Wofür braucht man das Wasser? Was passiert, wenn es kein Wasser mehr gibt? Wo können wir überall Wasser sparen?
Wasser ist einfach lebensnotwendig. Das hatten die Kinder schon gelernt. Wenn es mal kein Wasser gibt, ist das Leben gleich schwerer. Wie die Wasserversorgung in Deutschland ist, wissen die Kinder – aber wie sieht das denn bei Ihren Freunden in Ecuador aus? In der Großstadt in Ecuador ist die Wasserversorgung so selbstverständlich wie bei uns. In kleinerern Städten wird aber das Wasser nachts abgestellt, das Regenwasser wird auf Kanistern auf dem Dach gesammelt.
Die Klassenlehrerin greift die Aspekte des Globalen Lernens auf. Sie verbindet die eigene Erfahrung der Kinder mit den Lebensbedingungen und Erfahrungen der Kinder in Ecuador und zeigt auch Handlungsmöglichkeiten auf.
Die Partnerschaft startete mit der Aktion WETLWEIT WICHTELN im Kindergarten St. Franziskus in Esslingen-Berkheim. Im Dezember 2007 haben Kinder und Mütter zusammen die Wichtel, Stoffpuppen aus fairem Handel liebevoll und in stundenlanger Arbeit bemalt und verziert und diese mit Fotos und einem Brief an eine Grundschule in Ecuador geschickt. Eine der Mütter hat den Kontakt ermöglicht. Bald kam, was alle gehofft hatten: Ein Päckchen der staatlichen Grundschule Francisco Flor aus Ambato/Ecuador. Dabei machten die Kinder schon beim Anblick des Umschlags große Augen: So viele Briefmarken auf einem einzigen Briefumschlag hatten sie noch nie gesehen. Die 45 Jungen der ersten Klasse haben gemeinsam mit Ihrer Lehrerin Bastelarbeiten zum Fest der Blumen und der Früchte hergestellt, jeder ein Bild und ein paar Zeilen beigelegt und den Esslinger Kindern und auch deren Müttern eine Riesenfreude gemacht. Die Lehrerin aus Ecuador bekundete in einem persönlichen Brief an den Elternbeirat, wie glücklich die Kinder über die Möglichkeit seien, auf diese Weise etwas über Kinder in anderen Ländern zu erfahren und möglicherweise sogar eine dauerhafte Brieffreundschaft aufzubauen. Als Antwort schickten die Berkheimer ein Gemeinschaftswerk, das zur Verschönerung des Klassenzimmers in Ambato dienen soll.
| |||||||||
| |||||||||
| |||||||||
Ein Bericht von Anke Grosch
Am 1. Advent 2008 startete der Kindergottesdienst Großenlüder die Aktion WELTWEIT WICHTELN. Im Gottesdienst hat Herr Zimmermann vom Weltladen in Fulda über eine Familie in Afrika berichtet und vermittelt, was fairer Handel bedeutet. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten Produkte vom Weltladen erworben werden.
Am 2. Advent haben die Kidner einen kurzen Einblick über Land und Leute von Sri Lanka bekommen. Die Kinder durften dann endlich zur Tat schreiten und die Wichtel gestalten. Wie der Wichtel aussehen soll, durfte jedes Kind selbst entscheiden. Verschiedene Materialien standen bereit, um die bislang weiße Handpuppe aus Baumwolle zu gestalten. Kreativität war gefragt! Mit Stoffmalfarben und Glitzerstiften wurden Gesichter gemalt, Haare aus Wolle und Kleider aus Stoff ausgeschnitten und aufgeklebt. Es war ein buntes Treiben und die Kinder waren eifrig am Werk. So entstanden 20 Handpuppen, die wohl fröhlicher nicht hätten sein können.
Am 3. Advent hat uns Herr van Cuylenburg im Gottesdienst den Verein "Kinderhilfe Sri Lanka" und unseren Partnerkindergarten vorgestellt. Wir haben die Wichtelpuppen gut verpackt und mit einem Brief für die Kinder in Sri Lanka Herrn van Cuylenburg übergeben. Er hat das Paket bei seinem Aufenthalt Ende Dezember in Sri Lanka dem Partnerkindergarten überreicht.
Im neuen Jahr, am 29.03.09 haben wir Herrn van Cuylenburg zu einem gemeinsamen "Sri Lanka Nachmittag" im Gemeinderaum der Martin Lutherkirche eingeladen. Alle Kigo-Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde waren herzlich willkommen.
Herr van Cuylenburg hat Bilder von der Wichtelübergabe in Sri Lanka gezeigt. Weiterhin haben sich die Kinder von dort zum Teil mit Briefen bedankt. Mir ging es sehr nah, als ich die Gruppe fröhlicher Kinder mit Wichtelpuppen in den Händen sah und gleichzeitig unsere Kinder beobachtet habe, wie erstaunt sie waren, dass wirklich ein anderes Kind aus einem fernen Land mit dieser Puppe so glücklich ist.
Jedenfalls haben wir noch einen kurzen Rückblick gehalten und u.a. besprochen, was wir beim Basteln der Wichtel erlebt und erfahren haben. Fazit war, dass es ein Sonntagmorgen voller Fröhlichkeite, Liebe, Glaube, Spaß, Sympathie, Erfahrungen, Glück, Hoffnung und Zufriedenheit war. Und daraus ein Wichtel der besondern Art entstanden ist - "Ein Wichtel mit Herz"!!!
| |||||||||
Als Weihnachtsgeschenk sollen die selbst gestalteten Puppen der Kinder aus der Johannes-Brenz-Schule in Ecuador ankommen. Alle Mädchen und Jungs haben wunderbare Püppchen gestaltet. Piraten, Neandertaler und Musiker sind dabei entstanden. Lesen Sie mehr
| |||||||||
| |||||||||
WELTWEIT WICHTELN ermöglicht Kontakt zwischen Kindern in Esslingen und Bolivien
Es ist da, das Päckchen aus Bolivien! Die Esslinger Kinder haben die Fotos ihrer neuen Freunde gesehen und würden sie am liebsten gleich besuchen oder sie alle nach Esslingen einladen. Weil das ja nicht so einfach ist, haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen.
Sehr neugierig ist die Kindergruppe des Internationalen Bundes in Esslingen auf ihre neuen Freunde in El Alto, Bolivien. Am liebsten würden sie die Kinder gleich hier in Deutschland begrüßen. Es kam Post aus Südamerika. Die Kindergottesdienstkinder haben Fotos geschickt und von ihrem Leben in Bolivien erzählt. Das war die Antwort auf selbst gestaltete Wichtelpuppen, die die Esslinger im Winter auf eine lange Reise nach Südamerika geschickt haben. Und auch jetzt möchten sie gleich antworten. Manche Kinder malten, andere bastelten deutsche und bolivianische Flaggen und mit einigen Kindern war Leonie Schappert, Leiterin der Kindergruppe, in der Stadt. „Wir haben Plätze fotografiert, die den Kindern wichtig sind und auf Kärtchen die Orte – Spielplatz, Kino, Kinderhaus, Kirche, Rathaus – auf Deutsch und Spanisch dazu geschrieben. Das fanden die Kinder am spannendsten und hatten Riesenspaß, 'spanisch zu lernen'.“ Der Brief ist geschrieben. Sobald die Fotos entwickelt sind, geht’s mit der Post nach Bolivien.
Von der Wichtelstunde in Esslingen gibt es einen Radiobeitrag von SWR1. Bitte anfordern bei starz(at)ems-online.org.
| |||||||||
Zwei Klassen des Egbertgymnasiums in Münsterschwarzach haben mit Frau Lahrsow und Frau Eujen von PRAYNET fleißig gewichtelt. Wenn Ihr außer den Wichteln noch Gebete an Menschen weltweit verschicken und am internationalen Praynet mitknüpfen wollen, dann könnt Ihr das gut verbinden. Die Wichtelpuppen aus Münsterschwarzach wurden nach Südafrika geschickt und zwar in eine Schule im Mathare- Valley, den Slums von Nairobi, wo die Missionsbenediktiner von Münsterschwarzach eine Schule für die mittellose Kinder leiten. Lesen Sie mehr
Die Idee kam so gut an, dass sie nun auch vom Geschichts- und Deutschlehrer an ihrer Schule angesprochen wurden. Er soll beim bayerischen Kultusministerium ein Europaprojekt mit Schülern vosrstellen - und das wird WELTWEIT WICHTELN in Verbindung mit PRAYNET sein. Sie wollen europäische Wichtel gestalten und dann eine Austtellung machen. Sobald wir genaueres wissen, könnt Ihr es hier natürlich nachlesen!
| |||||||||
200 Kinder haben ihrer Puppe ein Gesicht gegeben. Doch haben sie nicht nur gebastelt und etwas über die Gewürze des Landes erfahren, sondern so einiges mehr über Indien gelernt. Die Lehrerin Gesine Spelmeyer ließ die Schüler typische indische Kleidung anprobieren. Große Bilder an den Wänden vermittelten einen Einblick in die Lebenswelt der Kinder aus East Kerala. Offene Fragen können nun hoffentlich bald mit der Antwort aus Südindien geklärt werden.
Die Post holte das große Paket mit den selbstgebastelten Wichtelpuppen im Pausenhof ab und alle Kinder verabschiedeten sich. In Südindien werden die Puppen bereits von Bischof Dr. K.J. Daniel in der Diözese East Kerala und dem dortigen Leiter der Sonntagsschulen erwartet. Ralf Müller, Profilstelleninhaber im Dekanat Alsfeld, Fachstelle für Bildung und Ökumene, hatte die indische Partnerdiözese für die Wichtel-Idee gewinnen können. Die Aktion zeigt die Vielfalt der Menschen in der Welt und eröffnet schon im Grundschulalter einen Kontakt auf Augenhöhe. Nun bleibt abzuwarten, welche Antwort die Nieder-Ohmener Kinder bald auf ihrem Schulhof entgegennehmen können.
| |||||||||
Sie kommen von Indien über Deutschland nach Österreich. Dort bastelten Kinder des evangelischen Religionsunterrichts aus Wichtelrohlingen Engel, Hirten, Wirtsleute, Männer, Frauen, Kaiser, Könige, Römer und die Heilige Familie. Beim Puppenspiel in Mittersill wurden die Puppen der Gemeinde vorgestellt und dann machten sich die Puppen auf die Reise. Ein Teil geht in die casa mateus in Sao Paolo in Brasilien und der andere in ein Aidswaisenhaus in Nairobi in Kenia. "Und mit diesen Wichtelhandpuppen machen sich auch Gebete und gute Gedanken auf den Weg, in der Hoffnung, den Ärmsten der Armen ein klien wenig Licht zu schenken." So Tina Geistanger, die Religionslehrerin.
Ob in Syrien, Ghana oder Indonesien – überall haben sich die Kinder, die Wichtelpuppen, Briefe und Fotos erhalten haben, sehr gefreut. Eine Kindergartengruppe aus Karlsruhe hatte zuerst einen Weltladen besucht und dort etwas über den fairen Handel erfahren. Dann wurden die Wichtel bunt gestaltet und für die Eltern an die Pinnwand gehängt. In der Wichtelstunde haben die Erzieherinnen über die Länder Israel und Kamerun erzählt, weil die Wichtel dorthin geschickt wurden. Noch Wochen später, in Erwartung einer Antwort aus dem Ausland, beschäftigen sich die Kinder mit fremden Kulturen.
Eine andere Kindergartengruppe wollte weltweit wichteln und hatte noch keine Partnerschaft im Ausland. Die Nachbargemeinde hat jedoch seit langem eine aktive Partnerschaft zu einer Gemeinde in Tansania. So kam aus der Nachbargemeinde Besuch, der über das afrikanische Land und die Kinder dort berichtete. Danach waren die Wichtel blitzschnell für die tansanischen Kinder fertig und konnten einer Besuchsgruppe, die ihre Partner in Tansania besucht, mitgegeben werden.
FRANKFURT-GHANA
Begeistert haben Kinder einer Frankfurter Kindertagesstätte am 21. November 2005 dem Kirchenpräsidenten Prof. Steinacker ihre gebastelten Wichtelpuppen überreicht. Sie haben in einer Wichtelstunde viel über Ihren Partnerkindergarten in Ghana erfahren: Wie die Kinder dort leben, welche Spielsachen sie haben und was sie dort essen.
Wichtel sind schon in Afrika angekommen
Die Puppen und Grüße der evangelischen Kindertagesstätte in Praunheim haben Afrika bereits erreicht. So haben die fünf- bis sechsjährigen Kinder des „Kanvilli Presbyterian Experimental Kindergarten“ in Tamale in Ghana das Eintreffen der Puppen erlebt: Der Besucher Hans Heinrich schreibt: Wir gehen in eines der drei Klassenzimmer: „Good morning girls and boys“ – „good morning mister, good morning teacher.“ „Please, sit down.” Gespannte Stille.
Die Puppen tanzen in der Luft
Die Kindergartenleiterin Margret Addai Naami teilt die Wichtel aus und schon stecken 22 Kinderhände in den Puppen und sie beginnen sich zu bewegen. „How do you say hello to them?“ Und ein vielstimmiger Chor singt: “Welcome, welcome…” Dabei tanzen die Puppen durch die Luft. Wie auf ein geheimes Zeichen hin sind plötzlich wieder alle Kinder ruhig und schauen gespannt nach vorne. Die Fotos aus Deutschland sind Anlass für viele Fragen Zwei große Fotos zeigen Kinder in einem deutschen Kindergarten und einen Adventskranz – Anlass für viele Fragen. Warum haben die Kinder unterschiedliche Kleider an, warum sind es nur so wenige, warum liegt ein Kind in einem Netz? Darf es das? Dies ist für die Lehrerinnen sehr ungewöhnlich und erst für die Kinder. 50 Kinder sitzen auf engstem Raum (20 Quadratmeter) an Bänken und üben sich im Lesen, Rechnen und Malen. Der Adventskranz: Gibt es in Deutschland auch keinen Strom? Der Adventskranz auf den Fotos weckt großes Interesse: Wo hängt der, warum hängt der im Kindergarten, wozu hat man ihn? Wozu sind die Kerzen gut – hat man dort in Deutschland auch keinen Strom? Dies ist für die Leiterin ein willkommener Anlass, auf die Adventszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest hinzuweisen. Es ist aufregend, dies zu hören und auch die muslimischen Kinder in der Klasse fragen eifrig. Der Kindergarten in Deutschland ist ganz anders Ein kräftiges „Bye, bye, thank you“ verabschiedet uns.